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Elektro-Wissen

Stromausfall in Hamburg: drei Blicke, bevor Sie anrufen

Drei Blicke zeigen, ob Netz, Haus oder Wohnung betroffen sind – und wen Sie in Hamburg anrufen.

3 Min. Lesezeit

Mann leuchtet bei Stromausfall mit einer Taschenlampe in den Sicherungskasten einer AltbauwohnungKI-generiert

Der Fernseher geht aus, das Licht in der Küche auch, und im ersten Moment ist unklar, ob gerade halb Barmbek dunkel ist oder nur Ihre Wohnung. Drei Blicke reichen meist, um das zu klären – und sie entscheiden darüber, wen Sie anrufen.

Erster Blick: aus dem Fenster

Sind Straßenlaternen, Ampeln und die Fenster gegenüber ebenfalls dunkel, liegt die Störung im Verteilnetz. Zuständig ist dann die Hamburger Energienetze GmbH, das städtische Netzunternehmen, das aus Stromnetz Hamburg und Gasnetz Hamburg hervorgegangen ist. Auf ihrer Website zeigt eine Karte die aktuellen Störungen im Stadtgebiet; die kostenfreie Störungsnummer – sie steht auf der Website des Netzbetreibers und auf jeder Stromrechnung – ist rund um die Uhr besetzt. Ein Elektriker kann hier nichts tun. Drehen Sie Herdplatten und Bügeleisen ab und ziehen Sie den Heizlüfter aus der Dose, damit beim Wiederkommen des Stroms nichts unbeaufsichtigt heizt; Kühl- und Gefrierschrank bleiben zu. Im Umland – Norderstedt, Pinneberg, Seevetal – gilt derselbe Grundsatz, nur steht dort ein anderer Netzbetreiber auf der Stromrechnung.

Zweiter Blick: ins Treppenhaus

Brennt draußen Licht, aber im Haus ist alles tot – kein Treppenhauslicht, kein Aufzug, die Nachbarn klingeln –, dann liegt der Fehler zwischen Hausanschlusskasten und Zählern. Dort sitzen plombierte Hauptsicherungen, an die nur Fachleute oder der Netzbetreiber dürfen. In Hamburgs Mietshäusern ist jetzt die Hausverwaltung, die Genossenschaft oder der SAGA-Kundenservice gefragt; die Notrufnummer hängt meist im Eingangsbereich. Liegt der Hausanschlussraum im Keller und hat es gerade stark geregnet, zuerst von der Treppe aus schauen, ob Wasser steht – und bei nassem Boden draußen bleiben.

Dritter Blick: in den Sicherungskasten

  • Ein einzelner Leitungsschutzschalter unten: Dieser Stromkreis war überlastet oder hatte einen Kurzschluss. Das zuletzt eingeschaltete Gerät ausstecken, dann einmal einschalten.
  • Der FI-Schalter unten: Mehrere Räume sind betroffen, oft nach Nässe oder durch ein defektes Gerät. Wie Sie den Verursacher eingrenzen, steht im Ratgeber zum FI-Schalter.
  • Alles oben, aber eine Steckdose oder ein Raum bleibt tot: Dann hat sich meist eine Klemme in einer Abzweigdose gelockert. Nichts aufschrauben – andere Stromkreise können weiter unter Spannung stehen.
  • Bei Schraubsicherungen zeigt ein fehlendes farbiges Plättchen im Sichtfenster die durchgebrannte Patrone: nicht mit Draht flicken, sondern passend ersetzen.

Wann der Elektriker Notdienst gefragt ist

Fällt die Sicherung erneut, obwohl nichts angeschlossen ist, riecht es verschmort, sind Abdeckungen warm oder steht Wasser im Verteiler, endet die Eigenhilfe. Unser Elektro Notdienst Hamburg vermittelt rund um die Uhr einen Elektriker aus unserem Partnernetzwerk: Er sucht den Fehler mit dem Messgerät, macht die Anlage sicher und klärt die Kosten, bevor er anfängt.

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