Zum Inhalt springen
0176 16 0519 88

Erneuerbare Energien

Photovoltaik in Hamburg: Was ein Dach im Norden hergibt

Solarpflicht, Mieterstadt, Backsteindenkmal: Wie Solarstrom in Hamburg realistisch funktioniert.

3 Min. Lesezeit

Einfamilienhaus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach im Abendlicht

Wer in Hamburg über Solarstrom nachdenkt, hört zuerst den Einwand mit dem Wetter. Dabei liegt der Abstand zum Süden bei grob zehn bis fünfzehn Prozent: Ein Kilowatt-Peak (kWp) auf einem brauchbar ausgerichteten Hamburger Dach liefert im Jahr etwa 850 bis 950 Kilowattstunden. Entscheidender als die Sonne sind in dieser Stadt drei andere Dinge – das Dach, der Mietvertrag und der Denkmalschutz.

Die Solarpflicht gilt bereits

Hamburg hat als eines der ersten Bundesländer eine Solarpflicht in sein Klimaschutzgesetz geschrieben. Neubauten müssen seit 2023 Photovoltaik tragen, und wer ein bestehendes Dach vollständig erneuert, fällt inzwischen ebenfalls darunter. Wer im Reihenhaus in Niendorf, Rahlstedt oder Poppenbüttel eine Dachsanierung plant, sollte die Anlage deshalb von Anfang an mitdenken – Gerüst und Dachdecker sind dann ohnehin da.

Mieterstadt: der Balkon als Kraftwerk

Gut drei Viertel der Hamburger Wohnungen sind vermietet. Für die Etage in Eimsbüttel oder Barmbek ist das Steckersolargerät der realistische Weg: bis 800 Watt Wechselrichterleistung, Eintrag im Marktstammdatenregister, fertig. Vermieter und Eigentümergemeinschaften dürfen die Montage nur noch aus triftigen Gründen ablehnen, bei Befestigung und Optik reden sie aber mit. Technisch braucht es eine Außensteckdose mit intaktem Schutzleiter – in Gründerzeithäusern mit zweiadrigen Leitungen ist genau das der erste Auftrag für den Elektriker.

Backstein und Denkmal

Jarrestadt, Dulsberg, die Wohnblocks auf der Veddel und das Treppenviertel in Blankenese stehen weitgehend unter Denkmalschutz. Module sind dort nicht ausgeschlossen, brauchen aber die Zustimmung des Denkmalschutzamts; von der Straße nicht einsehbare Dachflächen und dunkle, rahmenlose Module verbessern die Aussichten. Fragen Sie nach, bevor Sie Angebote einholen.

Was der Strom im Haus macht

  • Rund 490.000 Hamburger Wohneinheiten hängen an der Fernwärme – dort fällt die Wärmepumpe als großer Abnehmer weg. Wallbox, Heizstab im Warmwasserspeicher und tagsüber laufende Geräte heben den Eigenverbrauch stattdessen.
  • Ohne Speicher bleibt meist ein Drittel des Solarstroms im Haus, mit Batterie oft über die Hälfte.
  • Hamburger Sturmtiefs sind kein Problem für die Module, wohl aber für nachlässige Montage: Dachhaken und Klemmen gehören nach Windlastzone ausgelegt.

Anmeldung bei den Hamburger Energienetzen

Für den Netzanschluss ist die Hamburger Energienetze GmbH zuständig, hervorgegangen aus Stromnetz Hamburg und Gasnetz Hamburg. Dort wird die Anlage online angemeldet und zusätzlich im Marktstammdatenregister eingetragen; vor der Inbetriebnahme setzt der Netzbetreiber einen Zweirichtungszähler. Zählerschränke aus den Wiederaufbaujahren in Hamm, Horn oder Eilbek genügen den heutigen Anforderungen oft nicht und werden dafür erneuert.

Die Module setzt ein Solarbetrieb. Für Zählerschrank, Leitungsweg und Balkonsteckdose vermitteln wir Ihnen über unsere Elektroinstallation in Hamburg einen Elektriker aus unserem Partnernetzwerk.

Weitere Ratgeber

Alle Ratgeber ansehen

Wissen, das im Alltag weiterhilft.

Praktische Ratgeber, verständlich erklärt – für mehr Sicherheit, Effizienz und Komfort in Ihrem Zuhause.

Jetzt anrufen: 0176 16 0519 88