In Hamburg wird es im Dezember schon am Nachmittag dunkel, und genau diese Stunden zwischen Dämmerung und Feierabend nutzen Einbrecher am liebsten: Das Haus ist erkennbar leer, die Nachbarschaft aber noch nicht zu Hause. Sicherheitstechnik sollte deshalb nicht mit der Alarmanlage beginnen, sondern mit der Frage, wie ein Haus von der Straße aus wirkt.
Licht, das für Sie zu Hause ist
Außenleuchten mit Bewegungsmelder an Haustür, Garage und Terrasse nehmen Einbrechern die Deckung. Drinnen übernehmen Zeitschaltuhren oder eine Smart-Home-Zentrale: Licht im Wohnzimmer ab Dämmerung, später im Flur, Rollläden nach Zeitplan. Wichtig ist Abwechslung – ein Haus, in dem jeden Abend zur selben Uhrzeit dieselbe Lampe angeht, wirkt nach drei Tagen Beobachtung nicht mehr bewohnt.
Mechanik hält auf, Technik meldet
Eine Alarmanlage verkürzt die Zeit, die ein Täter ungestört hat – aufhalten muss ihn das Fenster. Die Polizei Hamburg berät kostenlos zu Pilzkopfverriegelungen, abschließbaren Griffen und Zusatzschlössern. Bei Hochparterre-Wohnungen in Eimsbüttel, Ottensen oder Eppendorf zählen zuerst die straßenseitigen Fenster und der Kellerzugang, beim Reihenhaus in Rahlstedt oder Niendorf die Terrassentür und das Garagentor.
Welche Sensoren wohin
- Öffnungsmelder an allen Fenstern und Türen, die ohne Leiter erreichbar sind – so lässt sich die Anlage auch scharf schalten, während Sie schlafen.
- Glasbruchmelder für große Scheiben im Erdgeschoss, etwa am Wintergarten oder an bodentiefen Fenstern.
- Bewegungsmelder in Flur und Treppenhaus für die Zeit, in der niemand da ist; mit Tierimmunität, wenn Hund oder Katze bleiben.
- Außensirene mit Blitz, damit die Nachbarn in der Reihenhauszeile wissen, wohin sie schauen sollen.
Für Mietwohnungen bietet sich Funktechnik an, die beim Umzug mitgeht; bei Sanierung oder Neubau ist eine verdrahtete Anlage die verlässlichere Wahl. Achten Sie auf Komponenten nach EN 50131 oder mit VdS-Anerkennung.
Rauch, Kohlenmonoxid, Wasser
Rauchwarnmelder sind in Hamburg nach der Hamburgischen Bauordnung in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren Pflicht, die als Rettungsweg dienen – mehr dazu im Ratgeber Rauchwarnmelder. Wer mit Gasetagenheizung, Gastherme oder Kaminofen heizt, ergänzt einen CO-Melder. Und in den Deichlagen von Wilhelmsburg bis zu den Vier- und Marschlanden sowie in den Souterrains der Gründerzeitviertel haben sich Wassermelder im Keller bewährt, die aufs Handy melden, bevor der Hausanschluss nass wird.
Was in Elektrikerhand gehört
Außenbeleuchtung, Stromversorgung der Zentrale, verdrahtete Melder und die Verbindung zum Smart Home sind Eingriffe in die feste Installation. Für Alarmanlagen in Hamburg organisieren wir Ihnen einen Elektriker aus unserem Partnernetzwerk, der die Anlage plant, montiert und Ihnen die Bedienung erklärt.



