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Spartipps

Strom sparen im Hamburger Alltag: ein Rundgang durch die Wohnung

Küche, Bad, Wohnzimmer, Keller: Wo in Hamburger Wohnungen der Strom bleibt – inklusive Heizlüfter-Falle.

3 Min. Lesezeit

Hand schaltet eine Steckdosenleiste mit Kippschalter aus, um Standby-Strom zu sparen

Die meisten Spartipp-Listen sortieren nach Geräten. Praktischer ist ein Rundgang durch die eigene Wohnung – denn in einer Hamburger Altbauetage mit Gasetagenheizung sitzen die Stromfresser an anderen Stellen als im Reihenhaus in Bramfeld mit Wärmepumpe und Trockner im Keller.

Küche

Der Kühlschrank ist das einzige Gerät, das nie Pause macht. Sieben Grad im Kühlteil und minus achtzehn im Gefrierfach reichen; jede Stufe kälter kostet spürbar mehr. Steht das Gerät neben Herd oder Heizkörper oder ist der Lüftungsschlitz hinten zugestellt, arbeitet der Kompressor gegen die eigene Abwärme. Wasser gehört in den Wasserkocher statt in den Topf, auf Töpfe gehört ein Deckel, und ein gusseisernes Kochfeld aus den Achtzigern verliert viel Energie an die Platte selbst.

Bad: die Heizlüfter-Falle

Wenn die Gastherme streikt oder das Altbaubad einfach kalt ist, steht schnell ein Heizlüfter auf den Fliesen. Zwei Kilowatt Dauerleistung bedeuten: Ein Abend Heizlüfter verbraucht so viel wie der Kühlschrank in einer Woche. Dazu kommt die Technik – in Gründerzeithäusern in Eimsbüttel oder Altona hängen Bad, Flur und halbe Küche oft an einem einzigen Stromkreis. Heizlüfter plus Föhn, und die Sicherung fällt; schlimmer noch, wenn es eine alte Schraubsicherung ist, die jemand „geflickt“ hat. Zweiter großer Posten im Bad: Warmwasser aus dem elektrischen Durchlauferhitzer – kürzer duschen und ein Sparduschkopf wirken unmittelbar.

Wohnzimmer und Arbeitsplatz

  • Fernseher, Soundbar, Konsole, Receiver: an eine schaltbare Leiste, die abends wirklich aus ist.
  • Router und Repeater laufen rund um die Uhr; wer nachts kein WLAN braucht, nimmt eine Zeitschaltuhr.
  • Monitore und Dockingstation im Homeoffice ziehen auch im Ruhezustand – Netzschalter statt Standby.
  • Verbliebene Halogenstrahler gegen LED tauschen; in Altbauwohnungen mit über drei Metern Deckenhöhe lohnt sich das doppelt.

Keller, Flur, Balkon

Hamburger Wetter heißt Wäsche, die draußen nicht trocknet. Ein alter Kondenstrockner gehört zu den teuersten Geräten im Haushalt; ein Wärmepumpentrockner braucht etwa die Hälfte, ein Wäscheständer im gut gelüfteten Raum nichts. Luftentfeuchter in Souterrains und Waschkellern laufen oft unbemerkt Tag und Nacht – ein Hygrostat schaltet sie nur bei Bedarf ein. Im Einfamilienhaus lohnt der Blick auf die Heizungsumwälzpumpe: Ungeregelte Modelle aus den Neunzigern laufen die ganze Heizperiode mit voller Leistung.

Wenn der Zähler trotzdem rennt

Bleibt der Verbrauch rätselhaft hoch, hilft ein Zwischenstecker mit Messfunktion, Gerät für Gerät. Findet sich nichts, kann die Installation selbst die Ursache sein: eine Pumpe, die niemand mehr auf der Rechnung hat, ein Heizstab, dessen Thermostat hängt, oder ein Kriechstrom in einer feuchten Kellerleitung. Rund um die Hauselektrik in Hamburg vermitteln wir Ihnen einen Elektriker aus unserem Partnernetzwerk, der nachmisst und erklärt, wohin der Strom geht.

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